Chirurgische Klinik, Ulm

Am Oberen Eselsberg im Nordwesten Ulms ist das Universitätsklinikum Ulm entstanden. Der Gebäudekomplex besteht aus zwei Hauptkörpern, einem Sockel und einem schwebenden Gebäuderiegel oberhalb der Magistrale, sowie einem untergeordneten Solitärbaukörper, dem Hörsaalgebäude. Im Sockel entstehen durch eingeschnittene Höfe fingerartige Bauteile, die den natürlich abfallenden Gebäudeverlauf sichtbar machen und sich mit der Dolinenzone verzahnen.

Die Sockelbauteile durchdringen baukörperlich die Magistralfassade, die gläserne Magistrale läßt den Außenraum in West-Ost-Richtung hindurchfließen. In den vertikalen Lichthöfen im Inneren des Gebäudes verflechten sich die verschiedenen außenräumlichen Qualitäten. Das Bettenhaus in Nord-Süd-Ausrichtung begrenzt die der Medizinischen Klinik vorgelagerte künstliche Parklandschaft und den neuen Eingangs- und Foyerbereich. Der Hörsaal wird als freistehender Baukörper im Innenhof der Medizinischen Klinik situiert, um so in Verbindung mit den im Bestand vorhandenen Hörsälen und Seminarräumen als eine Art gemeinsames Tagungszentrum fungieren zu können.

Der Hubschrauberlandeplatz befindet sich auf dem Dach des Bettenhauses Ebene 8. Die unterirdische automatische Warentransport-Anlage schafft eine ringförmige Anbindung des Universitätsklinikums zum Versorgungszentrum im Großen Fort nördlich der Albert-Einstein-Allee. Die Freiflächen sind integraler Bestandteil des Konzeptes der Verknüpfung von Gebäude und Landschaft. Die Höfe werden mit hochkronigen Bäumen bepflanzt, um Schutz vor Sonneneinstrahlung zu bieten. 

Leistung BAM Deutschland

Schlüsselfertige Erstellung