Neubau Fachgerichtszentrum, Hannover

Neubau Fachgerichtszentrum, Hannover

(Referenz)

Auf dem bisher als provisorischer Parkplatz genutzten Grundstück Ferdinand-straße 50 / Leonhardtstraße 15, 17 in Hannover wird in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof Hannover im Rahmen eines Investoren- / Mietmodells der Neubau eines Fachgerichtszentrums für insgesamt ca. 400 Bedienstete entstehen. Nach Errichtung des Neubaus werden dort das Niedersächsische Finanzgericht, das Landesarbeitsgericht Niedersachsen, das Arbeitsgericht Hannover, das Sozialgericht Hannover und das Verwaltungsgericht Hannover einziehen.

Der Neubau wird über ein Brückenbauwerk über die Leonhardtstraße mit dem benachbarten, historischen Amtsgerichtsgebäude verbunden, welches seinerseits bereits durch Brücken über die Augustenstraße und den Volgersweg mit dem neuen Amtsgerichtsgebäude sowie dem Landgericht und der Staatsanwaltschaft Hannover verbunden ist. Auf diese Weise sowie durch gemeinsame Einrichtungen und Dienste wird ein leistungsfähiges und zugleich bürgernahes Justizzentrum in der Mitte von Hannover entstehen.

Der Neubau Fachgerichtszentrum Hannover versteht sich als klassische Blockrandbebauung mit zwei Innenhöfen, die für die notwendige natürliche Belichtung und Belüftung der Räume sorgen. Er verfügt über ein Untergeschoss, vier Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss. Damit fügt er sich maßstäblich in den Straßenraum der Augusten-, Leonhardt-, Hinüber- und Ferdinandstraße und der weiteren Umgebung ein. Die vertikal anmutende Fassadengestaltung harmoniert mit dem ebenfalls vertikal geprägten Fassadenbild des historischen Amtsgerichts. In Verbindung mit dem gewählten beigegrauen Klinker, der die Steinfarbe der Risaliten und Pilaster des Amtsgerichts zitiert, fügt sich der Neubau harmonisch in das Gesamtensemble ein.

Das Fachgerichtszentrum gliedert sich prinzipiell in vier Funktionsbereiche, die vertikal geschichtet sind. Das Erdgeschoss vereint in sich sämtliche Funktionen des öffentlichen Bereichs wie u.a. den Eingangsbereich und die Wartezonen sowie den Sitzungssaalbereich. Im 1. bis 3. Obergeschoss finden die fünf Gerichtsbarkeiten ihre Räumlichkeiten. Das Staffelgeschoss beherbergt neben der Bibliothek die Räumlichkeiten des IT-Betriebs und die weiteren zum Betrieb notwendigen Technikflächen. Im Untergeschoss befinden sich das als Rollregallager konzipierte Aktenarchiv sowie die Tiefgarage mit Einstellplätzen für PKWs und Fahrradabstellplätzen.

  

Projekttyp: 
Büro / Verwaltung
Projektstandort: 
Niedersachsen
BGF: 
21430m²
BRI: 
73572m³
Bauzeit: 
07.2013 bis 08.2015
Bauherr: 

FUBOS Beteiligungs GmbH
Emil-Riedl-Weg 6
82049 Pullach i. Isartal 

Planung: 

HPP Hentrich-Petschnigg & Partner
Kaistraße 5
40221 Düsseldorf

Leistungsumfang: 

Planung, schlüsselfertige Errichtung und technisches Gebäude-management über 30 Jahre